BABL

Überbauung Spielmatte

x
Babl Unterseen 005

Competition entry. Workshops/housing on a peninsula near Interlaken. We tried, once again, to install an industrial character by leaning on the image of a terp. A sequence in ‘Dead Man’ of Jim Jarmush showed us how an Indian west coast village composed out of basic wooden volumes tarred all in black generates a magic and discrete background for the inhabitants.

Babl Unterseen 011

Situation

Babl Unterseen 009

Werft in Amsterdam, mehrere Holzgerippe.

Babl Unterseen 010

Indianerdorf am Fluss, William Blake, Dead Man, Jim Jarmush.

Babl Unterseen 008

Schwarzgeteerte Volumen, leicht erhöht.

Babl Unterseen 007
Babl Unterseen 006

Hammerschläge auf dem Amboss mitten im Quartier.

Werft

Der Charakter des Perimeters hat eine wassernahe, gewerblich gefärbte Atmosphäre, welche im Projekt beibehalten wird. Das vorgeschlagene Bauvorhaben erhält den Charakter einer ‘Werft’. Dies im Sinne eines Geländes, auf welchem meistens verschiedene Schiffe gleichzeitig gebaut werden. Während das eine Schiff schon fast fertig ist, ist das andere noch ein Gerippe… Oft sehen die Materialschuppen gleich aus wie Schiffe selber…

 Der Raum zwischen den verschiedenen Schiffs- und Schuppenkörpern fasziniert, hier riecht es nach Pech und es tönen fleissige Hammerschläge, der dunkle Hintergrund der Schiffsrumpfe hebt die Farbigkeit der Portraits der Arbeiter… Ein anderes Bild, welches fasziniert, war ein Indianerdorf nahe der Nordwestküste Amerikas aus dem Film ‘dead man’ von Jim Jarmusch. Hier sieht man eine Niederlassung aus rohen, schwarz gebrannten Holzbrettern. Bemerkenswert ist einerseits die ‘lockere’ Art, wie die Körper leicht zurück vom Wasser versetzt am natürlichen Boden stehen, was auch an eine Werft erinnern kann… und die Zusammengehörigkeit der einzelnen Körper durch die gemeinsamen dunklen Farben. Der Ort wird zu einer Niederlassung, wo eine solidarische Gruppe als Indianerstamm eine gemeinsame Identität findet… Diese Stimmungen werden in diesem Projekt reflektiert.

Die Gebäude sind so platziert, dass alle Zwischenfreiräume leicht unterschiedliche Massen bekommen, und die Versetzung aller Wohnungen Durchblicke und räumliche Bezüge sowohl Richtung Jungfrau, als auch zum Städtli hin erlaubten. Eine um einen Meter erhöhte hochwassersichere Platte mit Pflasterung mit einem meandernden wird als Freiraum zwischen den Baukörpern, als öffentlicher Raum zwischen der Spielmattestrasse und dem Schleussengrünraum gespannt. Von dieser Platte aus führen Treppen zwischen den Häusern hinunter zu einem wassernahen Ufer. Die zentrale Platte wird flankiert von Gewerbe, die sich jeweils im Erdgeschoss befinden. Die oberen Stockwerke sind als Wohungen gedacht. (zusammen mit Annette Spindler)