BABL

Maison Pützer

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Babl Pü Tzer 008

Conversion of a farmhouse high up the Mont Pelerin above the Lake of Geneva. The restriction was the geometry of the roof. Everything underneath was mostly based on the sizes of the animals sheltering; pigs, donkeys and cows. Within this low structure we tried to adapt the animal – towards a human – dimension by a spiral distribution producing some astonishing moments. The space in between maintained an exterior and separates adults and children zone. Towards the magnificent view in the direction of Geneva, a claustra in wood was turned in 45 degrees to filter and calm the interior. The transition point of the lower part in stone and the upper in wood is integrated in the connecting stair. The kitchen in the north catches southern sunset light by a grand chimney above the cooking plate.

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Avant

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Coupe

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Rez

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Étage

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La reconstruction de la façade ouest.

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Le pont de grange.

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Salle à manger.

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La vue corrigée avec claustra tordue.

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By-pass vers la salle de bains.

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Un pavillon de thé proche du sol.

Das Grundstück liegt oberhalb des Genfersees bei Vevey im Kanton Waadt. Vereinzelte Häuser, ein Strässchen, der Aussichtsturm des Mont-Pelerin und die freie Sicht auf Wiesen, Wald und See schaffen ein Bild, das an sonntägliche Ausflüge ins Grüne erinnert. Hier steht das rund zweihundertjährige Bauernhaus mit hölzernen Stallungen und einer gekalkten Schaufassade. Seit geraumer Zeit stand es leer, nun sollte es zu einem komfortablen Wohnsitz umfunktioniert werden. Das Erscheinungsbild des Hauses durfte nach raumplanerischen und denkmalpflegerischen Vorschriften nicht angetastet werden. Seiner historischen Nutzung entsprechend richtet sich das Bauernhaus nicht nach der Aussicht, sondern nach dem Gelände: Der ursprüngliche, bescheidene Wohnteil lag im Osten an der Strasse. Seeseitig waren zwei Stallungen untergebracht. Um ihre Zugänglichkeit von aussen zu gewährleisten, folgte die Lage der Räume im Schnitt pragmatisch dem Terrain. Ein komplexes Raumgefüge mit sechs unterschiedlichen Ebenen ist die Folge davon. Das räumliche Potential bewog uns, die Struktur vollständig zu erhalten. Dabei blieben wir auch, als festgestellt wurde, dass die gesamte Holzkonstruktion und ein Teil der Südfassade baufällig waren und abgetragen werden mussten. Das Gerüst des Bauernhauses wurde exakt wieder aufgebaut und anschliessend umgenutzt. Was zunächst paradox klingt, hat seine Berechtigung: Statt die Freiheiten zu nutzen, die der Teilabbruch mit sich brachte, wurde die Sprache des Bauernhauses in diejenige eines Wohnhauses übersetzt. Die Raumfolge, im Bauernhaus noch durch Wände in einzelne Zimmer aufgetrennt, ist mit Hilfe eines neuen Betonkerns freigelegt. Eine spiralförmige Aufwärtsbewegung führt in grosszügiger Geste vom Eingang über die Küche, das Esszimmer und den Wohnraum in die oberen Schlafzimmer. An der Fassade, an der nur wenig Abweichung vom historischen Bild möglich war, passt sich die Detaillierung der neuen Nutzung an. Die vorgeblendeten Pfosten, welche grosse Fenster im Schlaf- und Wohnzimmer erlauben, sind um 45 Grad abgedreht und richten den Blick auf die Weite des Genfersees. Die klassische Raumfolge des Wohnens fügt sich in die landwirtschaftliche Struktur ein, ohne Hindernissen ausweichen zu müssen. Nicht das Konzeptionelle wurde gesucht, sondern das Konkrete zugelassen. Statt auf die Terrasse hinauszutreten, geht man zur Aussicht hinunter und nähert sich um einige Stufen der Realität. (BABLisierter Text von Sonja Lüthy)